Ostdeutsche Meisterschaft im Ergometerrudern

 

Anne Dietrich vom RC Eilenburg gewinnt Gold in Dresden

Während die sächsischen Ruderer ihre Landesmeisterschaften im Ergometerrudern in den letzten Jahren vor einer stimmungsvollen Kulisse im Leipziger Hauptbahnhof austrugen, wurde dieser wichtige Wettkampf 2007 nach Dresden vergeben. Dort finden im Dezember die Europameisterschaften im Ergometerrudern statt. Der SachsenCup 2007 (Offene Ostdeutsche Meisterschaft) sollte am vergangenen Freitag als Generalprobe für das sportliche Großereignis am Jahresende verstanden werden. Unter organisatorischem Aspekt könnte man den Wettkampf in Dresden als eher missglückt werten - was an der Technik schief gehen konnte, ging schief. Und als die Techniker nach mehr als einer Stunde Verzögerung jubelnd die Arme reckten, löste das unter den Aktiven eher ein Achselzucken aus. Zum einen mussten sämtliche Aufwärmprogramme verändert werden, zum anderen hätten bei von vornherein auf den frühen Abend verlegtem ersten Start sicher noch weitere Aktive (etwa 130 waren gemeldet) den Weg nach Dresden gefunden, die ob des frühen Termins von der Arbeit oder Schule keine Freistellung bekamen. Insofern blieb die Delegation vom Ruderclub Eilenburg mit drei Teilnehmern ziemlich klein. Dass die Eilenburger mit ihrem Wintertraining schon ein gutes Stück auf dem Weg in die neue Saison zurück gelegt haben, konnten sie klar unter Beweis stellen. Zwar hatte Anne Dietrich in diesem Jahr schon zwei Ergo-Wettbewerbe (Mühlberg und Eilenburg) mit immer besseren Zeiten klar gewonnen - aber in Dresden erwartete sie unter ihren Gegnerinnen aus Sachsen auch die Ruderin aus der Neckar-Gegend, von der sie beim Bundeswettbewerb in Hürth sowohl auf der Normal- als auch auf der Langstrecke besiegt worden war. Das abgesprochene Konzept hielt Anne ein und ließ nach den ersten Sekunden ihres Laufes den acht Gegnerinnen nicht den Spur einer Chance (1.000 m in 3:46 min). Die Süddeutsche Meisterin wurde klar auf den zweiten Platz verwiesen. Während Florian Bellrich bisher im Jugendbereich nur wenig Gegner hatte, die er klar dominierte, musste er sich bei den B-Junioren unter 31 gemeldeten Startern, von denen die meisten schon seit einem Jahr die 2.000-m-Strecke zu bewältigen hatten, beweisen. Mit einer Zeit von 6:48 min belegte er in seinem Lauf den zweiten und insgesamt den fünften Platz - eine Leistung, die allergrößten Respekt verdient. Damit dürfte es Florian gelungen sein, sich für einen Platz im aussichtsreichen Renngemeinschaftsvierer mit Wiking Leipzig qualifiziert zu haben. Als Dritte im Bunde stellte Christin Fernitz in der Frauenklasse (über 19 Jahre) mit einem klaren zweiten Platz ihren guten Trainingszustand unter Beweis. Mit ihrer Leistung sollte sie in die erste Reihe der Bewerberinnen für einen Startplatz für die U-23-Weltmeisterschaften 2007 in Schottland gerudert sein.


Bericht: DMH
erschienen in der LVZ am 30.01.2007

   

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